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Krampfadern


Dr. Rolf Ostendorf – Hautarzt, Mönchengladbach

Erschienen im Januar 2015, WZ Kolumne: Gesundheit

 

Was bei Krampfadern hilft

 

Mindestens jeder dritte Erwachsene hat sie, vor allem Frauen: Blutgefäße, die besonders im Bein übermäßig hervortreten, nennt man Krampfadern (Varizen). Sie können erblich bedingt sein, aber auch durch eine Schwangerschaft oder durch Übergewicht begünstigt werden. Außerdem können Bewegungsmangel, häufiges Stehen oder Sitzen das Risiko für Krampfadern erhöhen. Denn diese schwulstig hervortretenden Venen entstehen dadurch, dass der Rückfluss des Blutes zum Herzen hin nicht richtig funktioniert. Gesunde Venenklappen verhindern beim Stehen normalerweise das Zurückfließen des Blutes, das gegen die Schwerkraft nach oben gepumpt werden muss. Ist die Venenklappe undicht, staut sich das Blut. Krampfadern können Beschwerden verursachen, etwa schwere, schmerzende Beine oder Krämpfe. Teilweise können sie auch zu Komplikationen führen, etwa zu juckenden Ekzemen, chronischen Durchblutungsstörungen, Entzündungen oder zu Geschwüren.
Was hilft? Bei schwacher Ausprägung kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen ausreichend sein. Oberflächlich gelegene Krampfadern können verödet werden. Die in der Grenzschicht zur Tiefe liegenden Stammvenen werden klassischerweise komplett herausgezogen („Stripping“) oder zunehmend auch mit Hilfe von Wärme von innen heraus versiegelt (mit Radiofrequenz oder per Laser). Diese Verfahren können Langzeitschäden verhindern, die Beschwerden verringern und optisch eine Verbesserung bringen. Mögliche Nebenwirkungen: Schmerzen, blaue Flecken, Narben oder vereinzelt Entzündungen. In einer großen Auswertung wissenschaftlicher Studien zeigte sich, dass nach einer Operation 49 von 100 Teilnehmern weniger Schmerzen hatten als vor dem Eingriff. Nach einer konservativen Behandlung waren es nur sieben von 100. Grundsätzlich sollten Betroffene sich viel bewegen, oft die Beine hochlegen und einen Spezialisten für Venenerkrankungen (den Phlebologen) befragen.

 

 

 

Heller Hautkrebs


Dr. Rolf Ostendorf – Hautarzt, Mönchengladbach

Erschienen 24.November 2014, WZ Kolumne: Gesundheit

 

Heller Hautkrebs

 

Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebsdiagnosen in Deutschland. Am verbreitetsten ist der weiße Hautkrebs. Mediziner unterscheiden dabei den Basalzell- und den Stachelzellkrebs. Die häufigste Art ist der Basalzellkrebs, der vor allem im Alter ab 50 Jahren auftreten kann. Solch ein Tumor ist anfangs als roter Fleck erkennbar, vor allem im Gesicht, konkret auf den Wangen, auf der Nase, auf der Stirn oder an den Ohren. Basalzellkrebs wächst langsam, ist örtlich begrenzt und bildet keine Metastasen. Früh erkannt ist er also sehr gut heilbar. Doch wenn er zu spät behandelt wird, kann er tief in die Haut eindringen und Gewebe, Knochen oder Mund, Nase und Augen schädigen. Dann ist oft eine größere Operation nötig, die Narben hinterlassen und zu Funktionsstörungen führen kann. Stachelzellkarzinome wachsen ebenfalls örtlich begrenzt, sind aber aggressiver als der Basalzellkrebs. Somit besteht die Gefahr, dass sich der Tumor im Körper ausbreitet. In den meisten Fällen wird die auch Plattenepithel-Karzinom genannte Krebsart aber erkannt, bevor sich Metastasen bilden und ist dann meist recht gut behandelbar. Grundsätzlich kann ein Hauttumor unter der Haut größer sein als von außen sichtbar ist. Anzeichen für ein fortgeschrittenes Stadium sind eine besondere Dicke des Tumors, die Eindringtiefe in tiefere Hautschichten sowie die Bildung eines Geschwürs oder einer offenen Wunde.
An dem gefürchteten schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom), der zum Tode führen kann, erkranken nach einer Prognose des Robert-Koch-Institutes (RKI) 2014 knapp 20.000 Menschen neu in Deutschland. Seit 2008 haben gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Früherkennungs-Untersuchung beim Hautarzt oder bei einem speziell qualifizierten Hausarzt, der wiederum bei einem konkreten Verdacht den Patienten zum Hautarzt überweist.

 

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Hautkrebscheck – 07-2014

Hautkrebsscreening: Die meisten Flecken sind harmlos

 

kv hautkrebscheck video

 

 

 

 

 

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10.07.2014 – Die Früherkennungsuntersuchung der Haut ist das Thema eines neuen Videos von KV-on, dem Web-TV der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen. Der dreiminütige Beitrag informiert darüber, warum der Hautkrebs-Check so wichtig ist, welche Ärzte ihn durchführen und wie die Untersuchung abläuft. Ärzte können den Film in ihre Praxis-Homepage einbinden oder im Wartezimmer zeigen.

Haarausfall 5/2014


Dr. Rolf Ostendorf – Hautarzt, Mönchengladbach

Erschienen 19. Mai 2014, WZ Kolumne: Gesundheit

 

Haarausfall

 

Dichtes, volles Haar steht für Lebenskraft. Haarausfall empfinden viele als unschönes Anzeichen des Alterns – nicht jedem steht die Glatze so gut wie Bruce Willis. Mittel gegen Haarausfall werden deshalb in großer Zahl angeboten. Doch bevor man eigenmächtig Tinkturen ausprobiert, sollte die wirkliche Ursache feststehen. Grundsätzlich sind Betroffene nicht allein: 80 bis 90 Prozent der Männer und 60 bis 70 Prozent der Frauen haben Haarausfall. Wenn dieser aber besonders stark oder besonders früh einsetzt, ist eine Untersuchung bei einem Dermatologen empfehlenswert. Oft sind Hormone im Spiel: Störungen des Immunsystems, Hormonveränderungen durch Stillzeit, Wechseljahre, Verhütung oder eine Schilddrüsenerkrankung können zu Haarausfall führen. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten können eine Ursache sein, ebenso Stress, Diäten, die Art der Haarpflege oder persönliche Krisen. Manche Formen des Haarausfalls sind erblich bedingt, etwa die „androgenetischeAlopezie“, die bei Männern mit Lücken auf dem oberen Hinterkopf beginnen kann (Tonsur). Besonders typisch sind bei Männern jedoch die Geheimratsecken.

Bei der Behandlung sind frei verkäufliche Mittel, die häufig auf naturheilkundlicher Basis beruhen und in ihrer Wirkung meist nicht untersucht sind, von Mitteln zu unterscheiden, zu denen wissenschaftliche Arbeiten vorliegen. Dazu gehören die Wirkstoffe Minoxidil (äußerlich angewendet, ursprünglich in hohen Dosen gegen Bluthochdruck eingesetzt) und Finasterid (Tablettenform, normalerweise in fünffach höher Dosierung gegen Prostatavergrößerungen eingesetzt). Solche Mittel haben Nebenwirkungen. Wer sich einer Haartransplantation unterziehen möchte, sollte bedenken, dass dies eine komplexe, aufwändige Prozedur ist, die in der Regel privat bezahlt werden muss und fachmännisch durchgeführt werden sollte – auch wenn Jürgen Klopp es vormachte.